Konzertkalender

Sonntag, 26. Januar 2020

19.30 Uhr

Die Dresdner Kunstausübung - neue Dresdner Lieder

 

Konzert mit Werken von Friedrich Schenker (UA posthum), Robert Schumann, Torsten Reitz, Friedrich Goldmann u.a.

AUDITIVVOKAL DRESDEN, Solo-Besetzung

Sopran: Dorothea Wagner, Bariton: Cornelius Uhle sowie weitere Mitglieder von AUDITIVVOKAL DRESDEN, Klavier: Moritz Ernst

Olaf Katzer, Künstlerische Leitung

Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

Im Rahmen von "Das Lied in Dresden"

 

Im Konzert bei „Lied in Dresden“ erkunden Mitglieder des Ensembles gemeinsam mit Moritz Ernst, einem der versiertesten Pianisten für zeitgenössische Klaviermusik, heutige Formen des Genres Lied.

Diese Liedkompositionen interpretieren u.a. auch in Uraufführungen Texte von zwei der bekanntesten Dresdner Literaten unserer Tage, Thomas Rosenlöcher und Marcel Beyer. Im spannenden Kontext mit Kompositionen von Robert Schumann verspricht dieses Konzert vielseitige aufregende Anregungen…

 

Kombiticket zu Euro 8,00/erm. 6,00 an allen Reservix-Vorverkaufskassen, unter www.reservix.de und an der Abendkasse

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Freitag, 1. Mai 2020

19 Uhr

Ecce homo

AUDITIVVOKAL DRESDEN, 10er Besetzung

Olaf Katzer, Dirigent

Das Konzert „Ecce Homo“ folgt der Frage nach dem Wesen des Menschen und spannt dabei den Bogen zwischen dunkelsten und hellsten Facetten des Menschseins, von textlichen Bezügen zum Dreißigjährigen Krieg bis hin zu Utopien des Friedens. Es erklingen zeitgenössische Kompositionen vorwiegend sächsischer Provenienz von Reiko Füting, Stefan Beyer und Richard Röbel umrahmt vom Titelstück „Ecce Homo“ von Guillaume Bouzignac und weiteren Werken alter Meister wie Orlando di Lasso und Heinrich Schütz.

Völkerschlachtdenkmal Leipzig

im Rahmen des Deutschen Chorfestes Leipzig

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Samstag, 2. Mai 2020

11 Uhr

Gedenkkonzert 75 Jahre Ende des 2. Weltkrieges

Deutsche und bulgarische Chormusik

Junges Ensemble Dresden

Olaf Katzer, Leitung

Völkerschlachtdenkmal Leipzig

im Rahmen des Deutschen Chorfestes Leipzig

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Samstag, 23. Mai 2020

19.30 Uhr

Chorsinfonisches Konzert

                        Georg Friedrich Händel: "Zadok the priest"                       

         Chatori Shimizu: Neues Werk (Uraufführung)            

                  Robert Schumann: "Requiem für Mignon" op. 98 b                    

Felix Mendelssohn- Bartholdy: "Die erste Walpurgisnacht"

 

Hochschulchor & Sinfonieorchester

der Hochschule für Musik Dresden

Olaf Katzer, Dirigent

 

Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

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Donnerstag 24. September 2020

19.30 Uhr Premiere

25. / 26. /27. September 2020

19.30 Uhr weitere Vorstellungen

Schlachthof 5

Musiktheater nach dem Roman von Kurt Vonnegut

Regie: Maxim Didenko
Ausstattung: AJ Weissbard
Choreografie: Vladimir Varnava
Dramaturgie: Johannes Kirsten
Musik: Vladimir Rannev

 

AUDITIVVOKAL DRESDEN, 8er Besetzung

Sarah Maria Sun - Sopran

Olaf Katzer - Dirigent

 

Tänzerinnen und Tänzer: Cast tristanPRODUCTION
Projektmanagement tristan: Isolde Matkey
Projektmanagement HELLERAU: Leonie Sophie Kusterer, Moritz Lobeck

Festspielhaus Hellerau (Großer Saal), Dresden

„Schlachthof 5“ ist der Titel eines 1969 erschienenen Romans von Kurt Vonnegut. 1922 geboren in Indianapolis (USA), meldet sich Vonnegut im Alter von 21 Jahren freiwillig zum Militärdienst. 1944 gerät er in Kriegsgefangenschaft und wird nach Dresden gebracht. In den Kellern des Schlachthof 5 überlebt er die schweren Bombenangriffe, die in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 auf Dresden erfolgen. Jahrelang sucht Vonnegut einen Weg, das Erlebte festzuhalten. Als er 1969 schließlich „Schlachthof 5“ veröffentlicht, wird der Autor schlagartig berühmt, sein Roman wird ein Bestseller und avanciert zum Kultbuch der Vietnamkriegsgegner. Der Text ist Collage, Satire, Biografie, Science Fiction und alles zugleich: fragmentarisch-ausschnitthaft wandert die Romanerzählung durch unterschiedliche Zeitebenen und lässt persönliche Erfahrung und Erlebtes mit Fiktion und Phantasiertem zusammenlaufen. „Schlachthof 5“ thematisiert nicht nur die Bombennacht von Dresden, sondern ist gleichsam Reflektion über Möglichkeiten des Erinnerns und Festhaltens von Erfahrungen. Wie erinnern wir Kriegsgeschehnisse? Welche Erfahrungen werden Teil unseres kulturellen Gedächtnis? Wie wird Geschichte (neu-)geschrieben?
Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, ist der Stoff aktuell: immer wieder vereinnahmen (neo)nationalistische und rechtspopulistische Gruppierungen den Bombenangriff für ihre Zwecke. Beständig wird an dem „Mythos Dresden“ fortgeschrieben, wird aktuelle Politik mit der Vergangenheit legitimiert. Bereits zu NS- und DDR-Zeiten waren die Geschehnisse der Bombennacht zum Spielball einer wechselvollen Instrumentalisierung durch unterschiedliche politische Akteure und Lager geworden.

Vor diesem Hintergrund entwirft der russische Theaterregisseur Maxim Didenko eine neue Bühnenfassung von „Schlachthof 5“, die im Herbst 2020 in HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden uraufgeführt werden soll. Didenko, vielfach ausgezeichnet und international bekannt für seine bildgewaltige choreografisch-theatrale Bühnensprache, sucht mit seiner Inszenierung nach neuen Möglichkeiten eines gegenwärtigen Blicks auf Vonneguts Text, die hiesige Gedenkkultur und den „Mythos Dresden“. Dazu fließen auch Texte von Zeitzeugen und Dokumente von der DDR-Zeit bis zur Gegenwart in das Stück ein. Die Inszenierung ist als multimediales Musiktheaterprojekt an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Musik und Performance konzipiert, bei dem die Darsteller sowohl als Schauspielende als auch als Tänzerinnen und Sänger auf der Bühne agieren. Die eigens für das Stück vom Moskauer Komponist Vladimir Rannev komponierte Musik wird live von AUDITIVVOKAL DRESDEN aufgeführt. Für die choreografische Umsetzung arbeitet Didenko eng mit Vladimir Varnava, einem der vielversprechendsten jungen Choreografen Russlands zusammen. AJ Weissbard, amerikanischer Künstler und Lichtdesigner, greift für die räumliche Realisierung von “Schlachthof 5“ auf das Naturlicht-Konzept aus den Gründerjahren des Festspielhauses Hellerau zurück und ergänzt das Bühnengeschehen um Licht- und Videoprojektionen.