Olaf Katzer

Im April gastiert Olaf Katzer mit dem Programm "Become Choir" beim ID-Festival im Radialsystem Berlin.

BECOME CHOIR ist eine mutige Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen der Kunst und lädt dazu ein, über unsere Vergangenheit und Identität nachzudenken und zu sprechen. Auf seine ganz eigene Weise möchte BECOME CHOIR durch künstlerisches Handeln dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland entgegentreten.

Der Philosoph und Komponist Theodor W. Adorno verkündete angesichts des Grauens von Auschwitz das Ende der Poesie. Hier setzt BECOME CHOIR an und stellt sich der Frage, ob und wie Kunst dennoch möglich sein kann. Inwieweit kann Kunst beispielsweise ein Medium für die menschliche Erfahrung historischer Traumata sein und zu Veränderungsprozessen beitragen?

Neben rituellen Trauergesängen wie dem Kaddisch, Psalmen und Ausschnitten aus Requien steht Paul Celans Todesfuge im Mittelpunkt dieses immersiven Konzerts, das durch die choreografische Umsetzung von Johannes Schropp eine körperliche Dimension erhält. Durch die Verbindung von traditionellen und zeitgenössischen Formen bietet das Konzert einen vielschichtigen und berührenden Einblick in die Komplexität der menschlichen Erfahrung. Das klangliche Spektrum erstreckt sich dabei von Alter und Neuer Musik bis hin zu Textrezitationen von Gedichten Paul Celans.

Wir können alle aufstehen und zu einem Chor werden – ein Chor gegen Gleichgültigkeit, Hass und das Gefühl der Ohnmacht!

News

News

„Chormusik kann zu einer relevanten, sinnvollen und ästhetischen Bildung beitragen, wenn sie sich vollumfänglich mit den wissenschaftlich-künstlerischen Erkenntnissen der Zeit bewegt und aus sich heraus erneuert."

Olaf Katzer | Neue Zeitschrift für Musik 4/2022 | Aufbruch in eine neue Chorästhetik

Olaf Katzer is a versatile conductor and the founder and artistic director of the ensemble AuditivVokal Dresden. The focal point of his artistic work revolves around questions concerning a new condition humana – the significance of humanity, empathy, community, responsibility, and dignity in the face of new technological, societal, scientific, and ecological developments. Motivated by this drive, Olaf Katzer has developed a new choral aesthetic.

Born in 1980 in the Rhineland, Olaf Katzer studied in Munich, Weimar, and Dresden. In 2007, he founded the ensemble AuditivVokal in Dresden, and since then, he has realized over 250 premieres and first performances, 30 original productions, international guest appearances at numerous festivals, and several CD and radio recordings.

Olaf Katzer ist ein vielseitiger Dirigent sowie Gründer und Künstlerischer Leiter des Ensembles AuditivVokal Dresden. Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit bilden die Fragen nach einer neuen conditio humana – die Bedeutung von Menschlichkeit, Empathie, Gemeinschaft, Verantwortung und Würde im Zeichen neuer technologischer, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und ökologischer Entwicklungen.

Aus dieser Motivation heraus entwickelt Olaf Katzer eine neue Chorästhetik.Olaf Katzer wurde 1980 im Rheinland geboren und studierte in München, Weimar und Dresden, wo er 2007 das Ensemble AuditivVokal gründete und seither über 250 Ur- und Erstaufführungen, 30 Eigenproduktionen, internationale Gastspiele bei zahlreichen Festivals sowie etliche CD- und Rundfunkaufnahmen realisiert hat.

About Me

listen + watch

Heinrich Schütz: "Verleih uns Frieden"
Reiko Füting: "Mechthild" (Feuer)
No items found.
Heinrich Schütz - Verleih uns Frieden

(aus: "Geistliche Chormusik 1648")

AuditivVokal Dresden

Ensemble Art d´Echo

Olaf Katzer, Dirigent

Calendar

VEB. Das Deutsche Hygiene-Museum in der DDR-Zeit | Musikalische Ausstellungseröffnung
VEB. Das Deutsche Hygiene-Museum in der DDR-Zeit | Musikalische Ausstellungseröffnung
8.3.2024
|
18:00
|
Dresden
Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Musikalische Pop-Art mit AuditivVokal Dresden

Künstlerische Konzeption: Olaf Katzer

Musikalische Assemblage aus:

„Unsre Heimat“ (FDJ-Lied) | „Du hast den Farbfilm vergessen“ (1974, Nina Hagen) | „Tanze mit mir in den Morgen“ (Gerhard Wendland, 1961) | „Wenn ein Mensch lebt“ (Puhdys, 1973) | Über sieben Brücken musst du gehen (Karat, 1978) | Sing mei Sachse sing (Jürgen Hart, 1979) | Raum-Collage verschiedener Lieder (u.a. Electra,Renft, Silly) | Ermutigung (Wolf Biermann, 1968)

Was wir nicht wissen. Chorsinfonisches Konzert
Was wir nicht wissen. Chorsinfonisches Konzert
23.3.2024
|
19:30
|
Dresden
Konzertsaal der Hochschule für Musik

Felix Mendelssohn-Bartholdy: "Wer nur den lieben Gott lässt walten"

Julius von Lorentz: "Was wir nicht wissen" (Uraufführung)

Giacomo Puccini: "Missa di gloria"

Hochschulchor und Solisten der Hochschule für Musik Dresden

Wolfgang Saus, Obertonsolist

Sinfonietta Dresden

Olaf Katzer, Dirigent

Eingerahmt von zwei bekannten geistlichen Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy („Wer nur den lieben Gott lässt walten“) und Giacomo Puccini („Missa di gloria“) wird bei dem diesjährigen Hochschulchorkonzert die Uraufführung „Was wir nicht wissen“ des schon vielfach ausgezeichneten Kompositionsstudenten Julius von Lorentz (Klasse: Stefan Prins, ManosTsangaris) erklingen. Dabei werden neben zahlreichen Solisten der Gesangsklassen der renommierte Obertonsolist und Klangforscher Wolfgang Saus zu erleben sein; die Sinfonietta Dresden hat dankenswerterweise für dieses Jahr den orchestralen Teil übernommen. „Was wir nicht wissen“ wird eine spannende Entdeckungsreise in alte und neue Klangwelten und lässt den Konzertsaal in ganz neuen Sphären eintauchen.

Become Choir. Voices of remembrance - Cultural transformations
Become Choir. Voices of remembrance - Cultural transformations
11.4.2024
|
20:00
|
Berlin
Radialsystem

Ein immersives Konzerterlebnis auf der Suche nach dem Sinn und der Chance, etwas zu verändern in einer Welt des Schreckens. Inmitten eines von Klang- und Lichttechnologien geschaffenen Raums tauchen die Besucher:innen in einen berührenden Sog aus Text, Musik, Gesang und Bewegung.

BECOME CHOIR ist eine mutige Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen der Kunst und lädt dazu ein, über unsere Vergangenheit und Identität nachzudenken und zu sprechen. Auf seine ganz eigene Weise möchte BECOME CHOIR durch künstlerisches Handeln dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland entgegentreten.

Der Philosoph und Komponist Theodor W. Adorno verkündete angesichts des Grauens von Auschwitz das Ende der Poesie. Hier setzt BECOME CHOIR an und stellt sich der Frage, ob und wie Kunst dennoch möglich sein kann. Inwieweit kann Kunst beispielsweise ein Medium für die menschliche Erfahrung historischer Traumata sein und zu Veränderungsprozessen beitragen?

Neben rituellen Trauergesängen wie dem Kaddisch, Psalmen und Ausschnitten aus Requien steht Paul Celans Todesfuge im Mittelpunkt dieses immersiven Konzerts, das durch die choreografische Umsetzung von Johannes Schropp eine körperliche Dimension erhält. Durch die Verbindung von traditionellen und zeitgenössischen Formen bietet das Konzert einen vielschichtigen und berührenden Einblick in die Komplexität der menschlichen Erfahrung. Das klangliche Spektrum erstreckt sich dabei von Alter und Neuer Musik bis hin zu Textrezitationen von Gedichten Paul Celans.

Wir können alle aufstehen und zu einem Chor werden – ein Chor gegen Gleichgültigkeit, Hass und das Gefühl der Ohnmacht!

Die neuen Linien #1 The gates are (nearly) open | Du Yun (Uraufführung)
Die neuen Linien #1 The gates are (nearly) open | Du Yun (Uraufführung)
5.6.2024
|
16:00
|
München
Gastspiel bei der Münchener Biennale

Es ist der europaweit erste MBE-Bahnhof, der anlässlich der Biennale mitten in der Münchener Innenstadt eingerichtet wird. MBE ist die Abkürzung für „Maximum Broad Effekt“ (Maximale Breitenwirkung) und steht für vielfach anpassungsfähige Andock- und Abfertigungsverfahren, mit denen höchst unterschiedliche Fortbewegungsmittel des zukünftigen öffentlichen Stadtverkehrs bedient werden können. Eine einzigartige Innovation, die große Erwartungen weckt. Doch vor der Inbetriebnahme steht die Einweihung der neuen Station und es ist die Berliner Opernkompanie Novoflot, die die mehrtägigen Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Münchner Bahnhofs inszeniert. Unter dem Motto „The Gates are (nearly) open“ laden Novoflot und die Komponistin Du Yun alle Stadtbewohnerinnen und internationalen Gäste zur Erstbesichtigung der mit MBE-Technologie betriebenen Station ein, demonstriert die musikgesteuerte Energieversorgung, öffnet erstmals die „Feel well and easily moved“-Bereiche des Bahnhofs und präsentiert einige Protagonistinnen aus dem Management der neuen Münchner Sehenswürdigkeit.